Agraranträge

August 18th, 2008

Das jährliche Agrarantragsylvester ist der 15.Mai. Ein wichtiger Termin für Landwirte und diejenigen die sich mit der Bearbeitung der Anträge befassen, da an diesem Tag die Anträge abgegeben werden müssen. Man fragt sich was für Anträge und wofür? Die Wichtigkeit ergibt sich aus den nicht unerheblichen Geldzahlungen, die mit diesen Anträgen verbunden sind und weniger aus dem Sinn, für den sie eingeführt wurden.
Ich bewirtschafte einige Flächen, für die ich diese Anträge ausfülle. Ich bemühe mich redlich, aber wenn man sich gerade eingearbeitet hat, wird im folgenden Jahr auch schon wieder etwas verändert. Das Gewicht der evtl. auszufüllenden Vorlagen steigt von Jahr zu Jahr. Wo dann Bezeichnungen auftauchen wie NAU/BAU, FLIK, NRKY, FELEG/GAL, AVEBE/D, DENILLI, EZO usw..
Diese Abkürzung sind noch nicht zum Bestandteil der deutschen Sprache geworden und tauchen weder im Duden noch im Fremdwörterlexikon auf. Freundlicherweise liegt dem Antrag eine mehrseitige Ausfüllanleitung bei, wo man nach entsprechendem Studium einen Weg zum Ausfüllen findet.
Das “normale” Vorgehen ist, man geht gleich zu jemandem der sich mit den Anträgen auskennt, wie Landwirtschaftskammer, Landvolk, etc., die wiederum zu diesem Anlass zusätzlich Personal einstellen müssen.
Ich fände es viel besser, wenn man in der norddeutschen Tiefebene einen Berg von geomorphologischer Bedeutung (das Fremdwort stammt aus der Feder eines Landkreismitarbeiters, der zweifelsohne studiert hat) aufhäufen würde.
Die Effekte auf den Arbeitsmarkt müssten ähnlich sein.

Schornsteinfeger II

Januar 15th, 2008

Im Kampf gegen Bürokraten kann man nur kleine Siege feiern. Am besten feiert man sofort, da sich ein vermeintlicher Sieg schnell als Niederlage herausstellt.

Nach langen Studium verschiedener Verordnungen zum Thema habe ich einen Passus gefunden nachdem der Besitzer einer solarunterstützten Heizungsanlage von der jährlichen Überprüfung der Ölheizung verschont bleibt.

Ja wunderbar ich habe eine solarunterstützte Heizungsanlage. Hier bietet sich eine Möglichkeit 55,- € zu sparen. Also gleich den Schornsteinfeger informiert. Der muss das aber erstmal kontrollieren. Er stellt aber schließlich fest, das alles seine Richtigkeit hat und stellt die Kontrolle der Ölheizung ein.

Jetzt stand der Termin zum Schornsteinfegen an und siehe da, anstatt die Ölheizung zu messen darf der Schornsteinfeger jetzt 3 mal im Jahr einen unbenutzten Schornstein fegen. Da erübrigen sich Fragen nach Sinn und Verstand. Hauptsache nach dem Gesetzt oder der Verordnung ist alles in Ordnung.

Schornsteinfeger

Juni 5th, 2007

Der Schornsteinfeger kommt bei mir und misst die Abgaswerte der Ölheizung. Hört sich ganz normal an, wie bei jedem anderen auch der eine Ölheizung betreibt. Aber ist nicht normal.

Ich heitze seit einigen Jahren mit einem Holzvergaserkessel, und brauche die Ölheizung nur noch für Übergangszeiten und evtl. Notfälle. Seit 2 Jahren habe ich kein Heizöl mehr im Tank, so dass die Heizung ohne weiteres nicht läuft. Nur einmal im Jahr sehe ich mich mit einem 20l Kanister Heizöl zum Ölofen marschieren, die Verschraubung von Filter lösen (dabei eine kleine Sauerei veranstalten) und die Heizung in Betrieb nehmen.

Jetzt kommt der schwarze Mann ins Spiel und schließt seine Messapparatur an. Das gleiche Ergebnis wie im letzten Jahr. Ein Hoch auf die Messinstrumente.

Das Schützenwesen wird Bürokratisiert

Mai 29th, 2007

Ich gebe zu, gelegentlich auf Schützenversammlungen zu gehen. Da eines meiner Kinder auch noch Kinderschützenkönig geworden ist, war ich auf der letzten Versammlung. Auf dieser Sitzung wurde den anwesenden Schützen mitgeteilt das Kinder unter 12 Jahren nicht mehr wie gehabt auf den Holzadler mit dem Luftgewehr schießen dürfen. Das Gewehr muss zukünftig fest mit dem Schießstand verbunden werden! Ich verfolge das Schießen zum Schützenfest seit ca. 30 Jahren und habe, in dem zugegebenermaßen kleinen Rahmen den ich überblicken kann, keinen Unfall erlebt. Ein Erwachsener steht ja auch neben dem jungen Schützen lädt das Luftgewehr und passt auf das nichts passiert.

Was mag nun den Gesetzgeber dazu veranlasst haben die Handhabung des Königschießens mit dem Luftgewehr genauer zu regeln?

Vielleicht gibt es sehr viele schwere Unfälle?

Während des Schießens werden Luftgewehre gestohlen?

Im Zuge der Antiterrorgesetzgebung könnte man verhindern das Luftgewehre in Umlauf kommen.

Die lieben Kleinen treffen die Holzadler einfach nicht mehr und brauchen staatl. Unterstützung.

Der Ausrüsterindustrie geht es schlecht und Lobbyisten haben auf diesem Weg Umsatz generiert.

Diese Aufzählung läßt sich sicher noch erweitern. Vielleicht kennt ja auch jemand den wirklichen Grund?

Was soll dieser Blog

Mai 24th, 2007

Es vergeht kaum ein Tag an dem ich mich nicht über irgendeine bürokratische Hürde, ein Gesetz oder eine Verordnung ägern muß. Mir scheint das besonders viele der bürokratischen Segnungen über dem ländlichen Raum ausgeschüttet werden. In den letzten Jahren haben diese Bemühungen unserer Europavertreter, Landesväter und Gemeindeverwalter seltsame Formen angegnommen. Da ich schon viele diese seltsamen Erlebnisse vergessen, bzw. verdrängt habe schreibe ich sie jetzt lieber auf. Da ich sicher nicht der einzige bin, dem das ganze komisch vorkommt schreibt doch eure Erlebnisse oder Kommentare dazu.